Und das geht’s übrigens nach wie vor hier:
http://www.free-blog.in/rockrendezvous
Dort erst tot, wenn tot.
Und das geht’s übrigens nach wie vor hier:
http://www.free-blog.in/rockrendezvous
Dort erst tot, wenn tot.
Das Album des Monats ziert eine unaufdringliche Fliege, kein selbstverherrlichendes Selbstbildnis. Es hat vielleicht genauso dämliche Texte, aber wenigstens sind sie nur dämlich und nicht auch noch zusätzlich peinlich. Wenn es ein überbewertetes und überflüssigstes Album des Jahres gibt, dann weiß ich, wer ganz vorne mit dabei ist. Wer sich in einer Zeile fünfmal überschlägt und dabei mit dem Hammer jegliches Hirn rausprügelt, verdient jedenfalls nichts anderes als die goldene Himbeere. „Ich hab’ ein Kind zu erziehen, dir einen Brief zu schreiben und ein Fußballteam zu supporten“ liest sich als normaler Satz vielleicht ganz ordentlich, aber das Hören im Lied bereitet mir physische Schmerzen, wie es sonst vielleicht maximal Money Boy schafft. Und dann versaut der Typ seinen besten Song mit einem dämlichen Ühühü-ühühühhh-Chor und diesem albernen Möchtegern-Weltretter </3. Wir werden ewig Busfahren, liebe Red Hot Chili Peppers. I’m with you. Aber Thees Uhlmann scheuchen wir davor her, immerhin scheint da vorne ja die Sonne und er hat ja noch so viel vor. Doch seine Busfahrt endet hier. Er sollte auf den Tomte-Bus warten.
Alright boys, this is it, over the hill. Dieser Blog ist hier angekommen. Für immer. Zumindest bis WordPress auch so rumzickt wie das andere Ding da. Aber das wird es nicht. Weil das hier professionell ist. Free-Blog.in ist – besser: war – eine großartige Seite, aber aus einem Hobby ist da offenbar eine Last geworden, die man ohne Ankündigung vernichtet hat. Vielen Dank dafür. Ich werde retten, was zu retten ist. So long, Marianne: Merkt euch das hier – und wenn da drüben nochmal was gehen sollte: Merkt euch das hier trotzdem, denn dann wird sowieso alles hüben wie drüben veröffentlicht. This is my time and I am thrilled to be alive.
Liebe Leute, die ihr erst 2009 oder 2010 angefangen habt, diese Art von Tickets wahrzunehmen: Es gibt keine Hardcovertickets. Es gibt nur Hardtickets. Der Begriff „Hardcover“ suggierert ja, daß das Ticket – ähnlich wie ein Hardcoverbuch – eine harte Oberseite bzw. einen harten Umschlag über einer dünneren Unterschicht hat. Ich habe noch nie eine Karte gesehen, bei der das Material oben dicker war als das unten. Nichts anderes wäre aber ein Hardcoverticket, wenn es sowas wirklich geben würde. Nicht die Oberfläche – das Cover, wenn man so will – ist hart, sondern die ganze Karte. Wenn ihr unbedingt ein sperriges Wort wollt, dann nehmt doch statt Hardcoverticket wenigstens Hardalloverticket, das ist inhaltlich immerhin richtig. Der Begriff „Hardticket“ stammt von dem Material und der Beschaffenheit des Tickets, nämlich harter Pappe und nicht von dem Aufdruck, den man im Übrigen sowieso „Aufdruck“ und nicht „Cover“ nennt. Und jetzt alle: Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket. Hardticket.
Ich werde in den kommenden Tagen oder Wochen mein 1.000. Konzert sehen. Genau genommen sind es bis dorthin noch 14 Auftritte ab jetzt. Wow. Das ging schnell, ist doch mein 500. gesehener Auftritt noch nicht mal 3 Jahre her. Das war irgendwann im Juli 2008, zur absoluten Konzert-Hochzeit. Ich hatte gedacht, danach geht es eher langsamer voran, zumindest hatte ich mir das so ausgemalt. Na gut, man muss allerdings beachten, daß mittlerweile jedes Jahr mehr Festivals dazu kommen, was das Bands-pro-Veranstaltung-Verhältnis arg beeinflusst und damit dafür sorgt, daß das Bild etwas verzerrt wirkt.
Im Schnitt habe ich tatsächlich pro Veranstaltung ziemlich genau 3 Bands gesehen. Pro Jahr – seit März 2003 – 125 Auftritte, ziemlich genau 10 pro Monat und etwas mehr als zwei Auftritte pro Woche. Im Schnitt ergibt das seit März 2003 eine Quote von einem Konzert alle drei Tage. Das ist… viel. Auf den ersten Blick. Allerdings summierten sich auch gerne mal 8 bis 15 Bands an einem Tag. Andererseits gab es auch Zeiten, in denen ich tatsächlich sechs oder mehr Tage am Stück jeden Tag eine oder mehrere Bands gesehen habe. Statistik eben. Nach dieser hätte ich jede Band mehr als zwei Mal gesehen. Habe ich aber nicht. Klingt trotzdem besser, als manche Band 40 bis 50 Mal und 300 andere gerade ein Mal gesehen zu haben.
Ich weiß, daß das von vielen Menschen als Wollust und Völlerei angesehen wird. Dabei habe ich tatsächlich mindestens zwei oder drei Jahre meiner Studienzeit verschwendet. Ja. Na und. Dafür hätte ich eine Menge zu erzählen und kenne mich in diesem Land aus. Das kann man nicht auszahlen. Diese Erfahrungen würde ich auch gegen kein Geld der Welt tauschen wollen. Es gibt Dinge, die man später nachholen kann. Jugend und Begeisterung nicht. Es ist nicht Ziel meines Lebens, eine gerade Karriere zu absolvieren. Das soll hier auch nicht weiter vertieft werden, ich wollt’s nur mal gesagt haben.
Und jetzt: Yay! Und: Rechnerei, wer den 1.000. Platz bekommen darf. Am liebsten wäre mir, wenn ich das am Samstag auf dem Maifeld Derby mit Get Well Soon begehen könnte, dafür bräuchte ich im Voraus aber 13 andere Konzerte. Ich komme mit Hängen und Würgen gerade mal auf neun bis elf. Nächste Alternative: Götz Alsmann eine Woche später. Zwei Schüsse mehr im Voraus, aber wahrscheinlich ist das auch nicht. Es wird auf ein Festival im Juni hinauslaufen und ich ahne, daß es irgendeine vielleicht ganz gute, aber nicht wirklich passende Band erwischen wird – aber wenn es eine Band an einem Festival erwischt, passt das wenigstens ganz gut ins Bild.
Seit einiger Zeit sehe ich in irgendwelchen Linklisten irgendwelcher Blogs immer wieder Verweise hierhin. Ich frage mich: warum? Ich kenne diese Blogs nicht. Ich kenne diese Leute nicht. Diese Leute kennen mich nicht. Wahrscheinlich würde ich sie nicht mal mögen und umgekehrt. Vermutlich verstehen sie diesen Blog nicht mal. Dieser Blog ist auch gar nicht dazu da, verstanden zu werden. Und auch nicht dazu da, verlinkt zu werden. Dieser ganze Mensch möchte nicht von und mit Unbekannten verlinkt und geshared werden. Nur weil wir alle irgendeinen obskuren Blog betreiben, sind wir noch lange keine Gleichgesinnten. Ich würde diesen Blog nicht lesen, wenn ich ihn nicht schreiben würde. Naja, vielleicht doch, weil ich so sehr auf Hass stehe. Vielleicht ist dieser Blog maximal dazu da, gefunden zu werden. In erster Linie aber, um da zu sein. Dieser Blog hat auch keinen Namen, wie diese Blog-Links suggerieren. Daß da oben in der Titelzeile so lange was von Leben und Bitches zu lesen war, ist einzig dem Fakt geschuldet, daß es seit 2009 keine Zeile besser auf den Punkt gebracht hat. Life ist allerdings schon lange nicht mehr Thema dieses Blogs (zumindest nicht Life als Leben, Life als Serie wäre schon ein erstrebenswerteres Thema) und Bitches erst recht nicht. Ich glaube, davor wurde die Zeile alle paar Wochen geändert. Solltet ihr eigentlich auch wissen, wenn ihr nicht gerade seit gestern mitlest. Aber ich versteh’ das schon, eure Blogs gibt’s ja alle erste seit 2010 oder so, das konntet ihr natürlich nicht ahnen. Wo wir gerade bei Bitches sind, das hier habe ich vorhin gebastelt:

Das passt irgendwie ganz gut zu diesen Worten hier, glaube ich. Keine Ahnung, ob das jemand versteht oder lustig findet. Ist mir auch egal. Dafür ist es nicht gemacht. Es ist auch nicht dafür da, getrackt oder verlinkt zu werden. Ich weiß bis heute nicht mal genau, was dieses Tracking überhaupt ist. Das Internet jedenfalls ist keine Freundebörse. Don’t think you’re having all the fun. You know me, I hate everyone. Und darum möchte ich auch nicht von Personen und Personenzusammenschlüssen verlinkt werden, mit denen ich noch niemals nie ein Wort gewechselt habe oder von deren Existenz ich noch nicht mal weiß. Diese Leute – die hier offenbar begeistert mitlesen, denn sonst würden sie wohl kaum verlinken – sollten sich mal fragen, wie sie es finden würden, wenn jemand absolut Unbekanntes ihre Hausnummer oder wasweißichwaseuchfüreinetolleMetapherdazueinfällt an wenauchimmer weitergibt. Natürlich ist das hier ein Affront gegen irgendwen. Gegen wen? Keine Ahnung. Ist mir egal. Einige werden sich angesprochen und -griffen fühlen, den meisten wird es ebenso egal sein wie mir. Vielleicht gefällt den Verlinkern auch gerade diese Ablehnung. Vielleicht brauchen sie das. Vielleicht mögen die sowas Unausgegorenes wie das hier. Vielleicht ist das mehr Life als sie normalerweise kennen. Weiß ich nicht, kenne sie ja nicht. Ja, natürlich ist das hier ein Schauspiel. Darum ist es auch so banal. Und im Grunde so unaufregend. Natürlich darf man sich darüber aufregen, was hier passiert oder nicht passiert, aber im Grunde ist es doch nur ein Spiegelbild des Internets. Also alles wie immer. Nur wahrer und unbarmherziger. Weil das Internet nervt. Und Blogs erst recht. Vor allem die anderer Leute. Eigentlich nur die. Kann mir auch egal sein, fahre eh nicht auf dieser Autobahn. Finde es dann nur doof, wenn die ganzen Schrottkarren auf meine Abfahrt geleitet werden.
Wer die Deutsche Bahn nicht mag, soll sie nicht andauernd nutzen. Laufen, nicht meckern. Wer keinen Käse mag, wird im Restaurant ja auch keine Käseplatte bestellen. Diese ekelhafte Doppelmoral. Leute, die gegen S21 und damit gegen das umsetzende Unternehmen demonstrieren und dabei Verkehrsmittel eben jenes Unternehmens in Anspruch nehmen, um zu Demonstrationen zu gelangen. Leute, die gegen Castortransporte demonstrieren, indem sie Gleise blockieren und damit dafür sorgen, daß diese Behälter noch viel länger in freiem Raum unterwegs sind und damit selbst die größte Unfallgefahr für diese Züge dar- bzw. erstellen.
Es ist kein Geheimnis, daß die Züge aller Verkehrsunternehmen rund um Feiertage und zu Stoßzeiten und zu Fußballspielen und etc. hier und da überfüllt und verspätet sind. Na und? Wer nicht das erste Mal mit der Bahn fährt, informiert sich vorher über Alternativverbindungen. Das sind zudem Situationen, in denen nicht das Verkehrsunternehmen, sondern die Massen an Leuten die Verzögerungen verursachen. Weil sie die anscheinend doch sehr hohe Kunst des Ein- und Aussteigens nicht beherrschen, weil sie lieber auf dem Bahnsteig statt im Zug ihren Wagen suchen, weil sie sich minutenlang in der Tür theatralisch verabschieden müssen oder weil es einfach so viele sind. Seltsam: Beschwerden gibt es meist nur auf wenig ausgelasteten Strecken, wo Gelegenheitsfahrer zu finden sind. Generell: Gelegenheitsfahrer sind die ersten, die schreien. Im RE1 zwischen Hamm und Dingsbums über Düsseldorf, Köln etc. gibt es kaum Klagen – und der ist nahezu zu jeder Tageszeit verspätet und überfüllt. Wenn, dann von Gelegenheitsreisenden. Mir fällt gerade kein passender Vergleich ein. Vielleicht doch: Leute, die auf Konzerte gehen und sich dann wundern, daß es laut ist. So ungefähr ist das. Die, die am wenigsten Ahnung haben, tun ihre Meinung am lautesten kund. So ist das ja oft. Siehe unten, siehe oben, siehe hier und da. Wer die Deutsche Bahn nicht mag, soll sie nicht andauernd nutzen. Und Microsoft-Produkte auch nicht. Und Atomstrom sowieso.